OnAIr: Warum Unternehmen künftig Fähigkeiten skalieren, nicht Arbeitskräfte.
- Stefan Böhme

- Mar 16
- 4 min read
Ein Gespräch mit Ralph (CEO), Stefan (CDO) und Klaus (CIO)
Schon jetzt auf unserer Website: erste Auszüge aus unserem Interview, das in den kommenden Tagen offiziell von einem renommierten Medium veröffentlicht wird.
Onshore, Nearshore, Offshore. Alles bekannt, alles optimiert, alles von gestern. Denn die eigentliche Revolution heißt AI Shoring.
20 Jahre lang haben Unternehmen Arbeit dorthin verlagert, wo sie günstiger war. Die nächsten 20 Jahre verlagern sie Arbeit dorthin, wo sie intelligenter erledigt werden kann.
In diesem Interview spricht OAKAI‑Host Nina Brewer mit Ralph, Stefan und Klaus darüber, warum Unternehmen künftig nicht mehr Menschen shoren, sondern Fähigkeiten. Und wie AI-Agenten Geschwindigkeit, Qualität und Skalierung neu definieren.
Wir klären außerdem für Euch, warum klassische Einkaufsprozesse plötzlich zur Wachstumsbremse werden und wie Organisationen den Übergang in die neue Wertschöpfungslogik meistern.
Auf geht's...

Nina: Ralph, Onshore, Nearshore, Offshore - alles bekannte Modelle. Warum braucht es jetzt AI Shoring?
Ralph: Die bisherigen Modelle optimieren Kosten über Geografie. AI Shoring optimiert Wertschöpfung über Intelligenz. Wir verlagern Arbeit nicht mehr dorthin, wo sie günstiger ist – sondern dorthin, wo sie sofort erledigt werden kann. Das ist kein Standortwechsel, sondern ein Paradigmenwechsel: Wir shoren nicht mehr Menschen, sondern Fähigkeiten.
Nina: Was ist der größte Denkfehler, den Unternehmen heute bei AI machen?
Stefan: Viele sehen AI als Tool, nicht als Teammitglied. Sie fragen: ‚Was kann ich automatisieren?‘ statt: ‚Welche Rollen kann AI übernehmen?‘ Wer so denkt, bleibt im Effizienzdenken stecken. Skalierung entsteht erst, wenn Unternehmen beginnen, AI-Agenten wie neue Kolleg:innen zu sourcen, zu onboarden und in Governance-Strukturen einzubetten.
Nina: Welche Aufgaben kann AI heute schon verantwortungsvoll übernehmen. Und wo bleibt der Mensch unersetzlich?
Stefan: Agenten übernehmen heute schon eine Vielzahl an Aufgaben, vor allen Dingen was hochfrequent, 24/7 verfügbar und regelbasiert ist. Zunehmend sehen wir AI-Agenten bspw. auch im Customer Service und Software Engineering. Der Mensch bleibt immer dort unersetzlich, wo Kontext, Ambiguität, Beziehung und Verantwortung gefragt sind. AI Shoring macht den Menschen wertvoller, nicht überflüssiger.
Nina: Und wie verändert AI Shoring die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen Wert schaffen?
Ralph: Früher war Geschwindigkeit eine Frage von Headcount und Standorten. Heute ist sie eine Frage von Agentenportfolios. Ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden und 200 AI-Agenten arbeitet nicht schneller, es arbeitet asynchron. Während Menschen schlafen, lernen Agenten weiter. Wertschöpfung wird 24/7, global und simultan.
Nina: Viele Unternehmen optimieren ihre Einkaufsprozesse seit Jahren. Aber für eine Welt, in der Menschen liefern. Sind diese Prozesse heute nicht der größte Bremsklotz für Organisationen, die mit AI-Agenten skalieren wollen?
Ralph: Der Einkauf arbeitet nach Regeln, die für eine Welt gemacht wurden, die es so nicht mehr gibt. Tagessätze, Standorte, Seniorität, Kapazitäten: All das verliert im AI Shoring seine Bedeutung. Agenten haben keinen Standort, altern nicht und skalieren exponentiell. Viele Einkaufsprozesse sind perfekt optimiert - für eine Realität, die gerade verschwindet.
Nina: Klaus, und jetzt mal ganz praktisch. Wie lässt sich AI Shoring sinnvoll in bestehende Einkaufsprozesse integrieren?
Klaus: AI Shoring fügt sich nicht einfach ein, es erweitert den Einkauf um eine neue Kategorie: die Beschaffung von Fähigkeiten. Ein hybrides Sourcingmodell verbindet Menschen, Agentenmodule und Governance-Bausteine. Und ein gemeinsamer Governance-Layer sorgt dafür, dass Einkauf, IT und Fachbereiche schnell und sicher zusammenarbeiten.

Nina: Und wie baut man ein gutes AI-Agenten-Portfolio auf?
Stefan: Wie bei jedem guten Team: durch klare Rollen, gezieltes Sourcing und saubere Governance. Wir analysieren Funktionen nach Autonomiegrad, Risiko und Skalierbarkeit. Und sourcen erst dann die passenden Agenten. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung, die Freiräume schafft für menschliche Stärken.
Nina: Ok, aber viele Unternehmen haben Angst vor Kontrollverlust. Wie begegnet man dieser Sorge?
Klaus: Kontrollverlust entsteht nicht durch AI, sondern durch fehlende Governance. AI Shoring heißt nicht: Wir geben Aufgaben ab. Es heißt: Wir definieren klar, welche Aufgaben Agenten übernehmen, wie sie überwacht werden und wann der Mensch eingreift. Gute Governance schafft Verlässlichkeit und Resilienz.
Nina: Ralph, wie sieht ein Unternehmen im Jahr 2030 aus, das AI Shoring vollständig umgesetzt hat?
Ralph: 2030 arbeiten Unternehmen in hybriden Teams: Menschen führen, entscheiden, gestalten. Agenten erledigen die operative Wertschöpfung. Jede Rolle ist augmentiert, jede Entscheidung datenbasiert. Organisationen werden kleiner, schneller, intelligenter und gleichzeitig menschlicher.
Nina: Wenn Ihr CEOs einen einzigen Rat geben dürften – welchen?
Ralph: Nicht fragen: ‚Welche Tools brauchen wir?‘ Sondern: ‚Welche Rollen könnten Agenten heute schon übernehmen und welche menschlichen Rollen müssen wir neu denken?‘ Wer diese Frage beantwortet, hat bereits den ersten Schritt in die Zukunft gemacht.
Nina: Warum entscheiden sich Unternehmen für OAKAI, wenn es um AI Shoring geht?
Stefan: Weil wir AI Shoring nicht als Technologieprojekt sehen, sondern als Organisationsprojekt. Unsere Kunden schätzen, dass wir Technologie, Business und Organisation zusammenbringen und damit messbare Ergebnisse liefern: schnell, sicher und skalierbar. Genau unser Motto: KLARHEIT - STATT HYPE.
Nina: Ralph, ein letztes Wort?
Ralph: Gerne, die meisten Unternehmen haben kein Technologieproblem. Sie haben ein Mutproblem. AI Shoring zwingt uns, Arbeit neu zu denken. Wer heute beginnt, baut die Unternehmen von 2030. Wer abwartet, arbeitet irgendwann für sie.
